Viele Angehörige wiegen sich in Sicherheit: „Auf dem PC meiner Mutter läuft doch ein Virenschutz.“ Der Gedanke ist verständlich – und beim Fernwartungs-Betrug leider wertlos. Denn AnyDesk, TeamViewer, UltraViewer und Co. sind keine Viren. Es sind seriöse Programme von echten Firmen, millionenfach im Einsatz bei IT-Abteilungen und Dienstleistern.
Ein Virenscanner prüft, ob eine Datei schädlich ist. Ein Fernwartungsprogramm ist es nicht – es tut exakt das, wofür es gebaut wurde: den Bildschirm übertragen und Eingaben aus der Ferne erlauben. Dass am anderen Ende ein Betrüger sitzt statt der IT-Abteilung, kann die Datei-Prüfung nicht erkennen. Deshalb installieren sich diese Programme völlig ohne Warnung.
Die Täter wissen das. In praktisch jedem dokumentierten Fall von Telefon-Support-Betrug taucht eines dieser Programme auf. Die Polizei-Beratungsstellen nennen die Namen inzwischen ausdrücklich in ihren Warnungen.
Was hilft dann? Der Blick auf die Kategorie statt auf die einzelne Datei: Auf dem PC eines Menschen, der nie Fernwartung braucht, hat schlicht kein einziges solches Programm etwas verloren. Genau so arbeitet der Fernschutz-Wächter: Er kennt über 150 Fernwartungsprogramme und beendet jedes davon sofort – zusätzlich erkennt er sie an den Herstellerangaben in der Datei, auch wenn sie umbenannt wurde. Der Virenschutz bleibt daneben sinnvoll, denn er deckt andere Gefahren ab. Aber gegen die Fernwartungs-Masche braucht es einen Wächter, der die Tür zusperrt, statt nach Schädlingen zu suchen.