Fernschutz-Blog

Wie Fernschutz technisch funktioniert: ein Blick hinter die Kulissen

Prozessüberwachung, Herstellererkennung, gehärteter Familienzugang: was auf dem PC wirklich passiert, wenn der Wächter läuft – transparent erklärt.

27. Mai 2026 · Lesezeit ca. 2 Minuten · Tobias Schleret

Wer Schutzsoftware auf den PC der Eltern stellt, sollte wissen, was sie tut. Deshalb hier der Blick unter die Haube von Fernschutz – so konkret, wie es ohne Anleitung für die Gegenseite geht.

Der Wächter startet mit Windows als Systemdienst und prüft laufend die Liste der aktiven Programme. Erkennt er ein Fernwartungsprogramm, beendet er es sofort, stoppt zugehörige Windows-Dienste und zeigt die große Warnung – gut lesbar, mit klarer Anweisung: auflegen, Vertrauensperson anrufen. Gleichzeitig geht der Alarm an die Familie, per E-Mail oder Telegram.

Die Erkennung arbeitet zweistufig: Eine gepflegte Liste kennt über 150 Programme mit ihren Prozessnamen. Zusätzlich liest Fernschutz die Herstellerangaben aus der Programmdatei selbst – deshalb hilft es den Tätern nicht, eine Datei von „anydesk.exe“ in „rechnung.exe“ umzubenennen. Windows-eigene Fernzugriffe (Remotedesktop, Remoteunterstützung, Schnellhilfe) werden bei der Installation deaktiviert und der RDP-Port per Firewall-Regel gesperrt.

Der Familienzugang ist ein bewusst zugelassenes, gehärtetes RustDesk: Es verbindet sich ausschließlich mit unserem eigenen Server in der EU (kein Cloud-Dienst eines Drittanbieters), und jeder Kunde hat ein individuelles Dauerpasswort, das nur seine Vertrauensperson kennt. Ein zweites RustDesk aus anderer Quelle? Wird blockiert wie jedes andere Fernwartungstool.

Was Fernschutz nicht tut: keine Bildschirmaufzeichnung, keine Tastatur-Protokolle, kein Lesen von Dateien oder Browserverlauf. Übertragen wird im Alarmfall der Name des erkannten Programms – sonst nichts. Und ein Tipp, der für jede Software gilt, auch für unsere: Achten Sie beim Installieren darauf, welchen Herausgeber Windows anzeigt. Fragen zur Technik beantworten wir übrigens gern direkt – die häufigsten stehen hier.

Quellen & weiterführende Links

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