Selbst wenn Betrüger alle Hürden überwinden: Wie viel sie erbeuten, entscheiden Einstellungen, die jede Bank kostenlos anbietet – die aber kaum jemand nutzt. Eine halbe Stunde Einrichtung kann fünfstellige Schäden verhindern.
Überweisungslimits setzen. Das Tageslimit fürs Online-Banking lässt sich bei praktisch jeder Bank einstellen – etwa auf 500 oder 1.000 €. Für die normale Rente samt Nebenkosten reicht das völlig; ein Betrüger kann dann pro Tag höchstens das Limit erbeuten statt des Ersparten. Für seltene größere Zahlungen wird das Limit einmalig erhöht – dieser kleine Umweg ist der Preis für viel Sicherheit.
Echtzeitüberweisungen deaktivieren oder limitieren, wo die Bank das erlaubt. Die Sekunden-Überweisung ist bei Betrug endgültig – die klassische Überweisung lässt sich manchmal noch stoppen.
Das richtige TAN-Verfahren. Push-TAN-Apps zeigen bei jeder Freigabe Betrag und Empfänger an – vorlesen und prüfen, nicht wegtippen! Genau diese Anzeige entlarvt den Betrug, wenn der „Bankmitarbeiter“ am Telefon eine „Testüberweisung“ freigeben lassen will.
Vier-Augen-Prinzip für Große Beträge. Manche Banken bieten Konten, bei denen Überweisungen über einem Schwellwert eine zweite Freigabe brauchen – etwa durch eine Vertrauensperson. Alternativ leistet ein Gemeinschaftskonto mit erwachsenem Kind Ähnliches. Sprechen Sie mit der Hausbank, was möglich ist.
Kontowecker/Benachrichtigungen aktivieren: Eine SMS oder Push-Nachricht bei jeder Abbuchung ab X Euro macht Angehörige zum Frühwarnsystem. In Kombination mit einem PC-Wächter wie Fernschutz entsteht so gestaffelte Verteidigung: Der Wächter stoppt den Fernzugriff, die Bank-Limits deckeln den Schaden, die Benachrichtigung alarmiert die Familie.