Der PC streikt, die Familie wohnt weit weg – da liegt es nahe, Hilfe im Internet zu suchen: Kleinanzeigen, Aushänge, Anzeigenblätter. Viele dieser Helfer sind ehrliche Dienstleister. Aber die Branche ist unreguliert, jeder darf sich „IT-Experte“ nennen, und schwarze Schafe nutzen die Gelegenheit für überteuerte Abos, unnütze Software – oder dauerhafte Fernzugänge, die sie „für später“ einrichten.
Woran Sie seriöse Hilfe erkennen: Ein echtes Impressum mit Namen und Anschrift, nachprüfbare Bewertungen, ein klarer Stundensatz statt Pauschal-„Rettungspaketen“, und die Bereitschaft, jede Maßnahme zu erklären. Seriöse Helfer haben kein Problem damit, wenn Sie zuschauen – im Gegenteil.
Warnzeichen: Druck („Ihr PC ist akut gefährdet, das muss sofort gemacht werden“), der Verkauf von Jahres-Abos für „Wartung“ oder „Schutz“ beim Ersttermin, Bezahlung nur in bar oder per Gutschein, und vor allem: das ungefragte Einrichten dauerhafter Fernzugriffe. Ein Helfer, der ohne klare Absprache „sein“ Fernwartungsprogramm mit Autostart installiert, verschafft sich einen Generalschlüssel zu Ihrem digitalen Leben.
Die goldenen Regeln: Admin-Passwort nicht aus der Hand geben, sondern selbst eintippen, wenn es gebraucht wird. Nach jeder Fernwartungssitzung prüfen (lassen), dass das Programm wieder entfernt wurde. Online-Banking-Zugänge gehen einen PC-Helfer nichts an – niemals. Und wenn dauerhafte Familien-Fernhilfe gewünscht ist, dann bewusst und abgesichert: Fernschutz richtet genau einen solchen kontrollierten Zugang ein und blockiert alle anderen – auch die, die ein früherer „Helfer“ vielleicht hinterlassen hat.