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Dauerfeuer aus der Ecke: Browser-Benachrichtigungen als Betrugs-Kanal

Ein unbedachter Klick auf „Zulassen“ – und der Bildschirm meldet fortan gefälschte Virenwarnungen. So schalten Sie den Kanal wieder ab.

3. September 2025 · Lesezeit ca. 2 Minuten · Tobias Schleret

Viele ältere PC-Nutzer leiden unter einem Phänomen, das aussieht wie ein Virenbefall, aber keiner ist: Unten rechts poppen ständig Meldungen auf – „5 Viren gefunden!“, „Ihr McAfee ist abgelaufen!“, „PC gefährdet – jetzt reinigen!“. Die Quelle ist banal: Irgendwann wurde auf einer Webseite die Frage „Benachrichtigungen zulassen?“ mit „Zulassen“ beantwortet – oft, weil die Seite behauptete, das sei nötig, um ein Video zu sehen oder zu beweisen, dass man kein Roboter ist.

Seitdem darf diese Webseite Nachrichten direkt auf den Desktop schicken, auch wenn der Browser geschlossen scheint. Betrüger nutzen das als Dauerwerbekanal: Die gefälschten Warnungen führen zu Abo-Fallen, unnützen „Reiniger“-Programmen – oder zur bekannten Support-Hotline samt Fernwartung.

So schalten Sie es ab (Chrome und Edge ähnlich): Einstellungen → „Datenschutz und Sicherheit“ → „Website-Einstellungen“ → „Benachrichtigungen“. Dort die Liste unter „Zulassen“ durchsehen und alle unbekannten Seiten entfernen – im Zweifel alle. Zusätzlich lässt sich einstellen, dass Websites gar nicht mehr fragen dürfen: Für die meisten Senioren-PCs ist das die richtige Wahl, denn kein wichtiger Dienst braucht diese Benachrichtigungen wirklich.

Der Fall zeigt ein Muster, das für die ganze Betrugswelt gilt: Die Täter brauchen eine einmal geöffnete Tür, um immer wiederzukommen. Türen schließen – Benachrichtigungen aus, Fernzugriffe blockiert, Windows-Schnellhilfe deaktiviert – ist wirksamer als jede nachträgliche Reinigung.

Quellen & weiterführende Links

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