Fernschutz-Blog

Jahresrückblick: die Telefon-Betrugsmaschen des Jahres 2025

Falsche Bankmitarbeiter, QR-Code-Briefe, KI-Stimmen: welche Maschen 2025 dominierten – und was davon 2026 bleiben wird.

10. Dezember 2025 · Lesezeit ca. 2 Minuten · Tobias Schleret

Zum Jahresende lohnt der Blick zurück: Welche Maschen haben 2025 die Beratungsstellen, Banken und Polizeimeldungen dominiert? Ein Überblick – ohne Anspruch auf Statistik, aber mit klarem Muster.

1. Der falsche Bankmitarbeiter war die prägende Masche des Jahres. Die Kombination aus Phishing-Vorlauf (echte Daten!), gefälschter Rufnummer und Push-TAN-Freigaben „zur Kontosicherung“ hat klassische Maschen wie den reinen Enkeltrick in den Warnmeldungen deutlich überholt.

2. Tech-Support-Betrug blieb konstant stark – mit einer Verschiebung: weniger kaltes Anrufen, mehr provozierte Anrufe über Schock-Pop-ups und Fake-Rechnungen. Das Opfer ruft selbst an und ist dadurch von Anfang an in der Bittsteller-Rolle.

3. KI-gestützte Stimmen tauchten erstmals regelmäßig in Meldungen zu Schockanrufen auf. Noch sind es Einzelfälle gegenüber der Masse klassischer Anrufe – aber die Technik ist billig geworden, die Richtung ist klar.

4. Briefpost mit QR-Codes: Gefälschte Bankbriefe, die zum Scannen eines QR-Codes auffordern, zeigten, dass die Täter auch den Rückweg in die analoge Welt nicht scheuen – Papier wirkt seriös.

Das verbindende Muster: Alle erfolgreichen Maschen führen ihr Opfer zu einer selbst ausgeführten Handlung – Freigabe, Überweisung, Installation. Die Technik wird ausgetauscht, die Psychologie bleibt. Deshalb bleiben auch die Gegenmittel stabil: kategorische Regeln (auflegen!), Bank-Limits, Familien-Codewort – und ein PC, auf dem Fernwartung schlicht nicht möglich ist. In diesem Sinne: Kommen Sie sicher ins neue Jahr.

Quellen & weiterführende Links

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