Passwörter werden gestohlen – durch Phishing, Datenlecks oder schlicht, weil sie zu einfach sind. Die Zwei-Faktor-Anmeldung (2FA) sorgt dafür, dass ein gestohlenes Passwort allein nutzlos bleibt: Zusätzlich wird ein zweiter Nachweis verlangt, meist ein Zahlencode aufs Handy oder die Bestätigung in einer App.
Für die wichtigsten Konten ist 2FA heute Pflichtprogramm – allen voran das E-Mail-Postfach: Wer es kontrolliert, kann über „Passwort vergessen“ fast jedes andere Konto übernehmen. Danach: Online-Banking (dort meist ohnehin Standard), Amazon/PayPal und soziale Netzwerke.
Welcher zweite Faktor für ältere Angehörige? Die pragmatische Reihenfolge: Am einfachsten ist der SMS-Code – nicht die sicherste Variante, aber ein riesiger Fortschritt gegenüber gar keiner 2FA und ohne neue App erlernbar. Besser sind Authenticator-Apps mit Bestätigungs-Tipp; sie erfordern einmalige Einrichtung durch die Familie, sind im Alltag aber genauso simpel („auf dem Handy auf Ja tippen“). Wichtig bei der Einrichtung: die Wiederherstellungscodes ausdrucken und an einem festen Ort verwahren – sonst sperrt der verlorene zweite Faktor das eigene Konto.
Eine Warnung gehört dazu: Betrüger versuchen, auch den zweiten Faktor zu erschleichen – „Lesen Sie mir kurz den Code vor, der gerade ankommt“. Deshalb gilt als Familienregel: Codes werden nie am Telefon vorgelesen. Der Code ist wie der Haustürschlüssel; niemand Ehrliches fragt danach. In Kombination mit Bank-Limits und einem Fernwartungs-Wächter entsteht so ein Sicherheitsnetz, das auch dann hält, wenn eine einzelne Masche verfängt.