Wer den PC der Eltern einrichtet, legt den Grundstein für Jahre – im Guten wie im Schlechten. Diese zehn Einstellungen haben sich bewährt:
1. Eigenes Standardkonto statt Administrator: Das Alltagskonto ohne Admin-Rechte anlegen. Installationen erfordern dann das Admin-Kennwort – eine natürliche Bremse gegen untergeschobene Software.
2. Updates auf Automatik: Windows Update und Browser-Updates automatisch, ohne Nachfragen. Veraltete Software ist ein vermeidbares Risiko.
3. Browser aufräumen: Ein Browser genügt. Unnötige Erweiterungen entfernen, Benachrichtigungen deaktivieren, Startseite auf etwas Vertrautes.
4. E-Mail mit gutem Spamfilter, und wichtige Konten (v. a. das E-Mail-Postfach selbst) mit Zwei-Faktor-Anmeldung.
5. Fernzugriffe abschalten: Remotedesktop, Remoteunterstützung, Schnellhilfe deaktivieren – oder das automatisch und dauerhaft von Fernschutz erledigen lassen, inklusive Wächter gegen nachinstallierte Fernwartungstools.
6. Online-Banking-Limits mit der Bank vereinbaren (Anleitung hier).
7. Backups automatisieren: Eine externe Festplatte + Windows-Dateiversionsverlauf schützt Fotos und Dokumente – auch gegen Erpressungstrojaner.
8. Fernhilfe der Familie sauber lösen: ein abgesicherter, passwortgeschützter Kanal statt „wir installieren im Notfall schnell TeamViewer“ – Ad-hoc-Lösungen sind genau das Muster, das auch die Täter nutzen.
9. Telefonliste neben den PC: Ein Zettel mit „Bei Anrufen zu Computer oder Geld: auflegen, dann mich anrufen“ samt Ihrer Nummer wirkt erstaunlich gut.
10. Einmal im Jahr gemeinsam durchsehen: installierte Programme, Browser-Erweiterungen, Kontoauszüge. Eine Stunde Pflege erspart böse Überraschungen.